Azoren

Hallo ihr Lieben zu Hause,

also ihr werdet´s nicht glauben…aber hier ist heute ein derartiges Sauwetter, daß ich mir vorkomme wie in Stickenhörn.. Es ist eisig kalt..wir haben den Ofen angemacht, es regnet und stürmt. Bin froh, daß wir heute nicht segeln. Britta hat bei ihren beiden neuen Freundinnen übernachtet…wir sind dort heute abend zum Geburtstag eingeladen, im Ofen backen ein paar Brötchen zum Mitnehmen auf die Geburtstagsparty…Alles ist wie zu Hause.

Sind hier inzwischen irgendwie ins Alltagsleben integriert..man könnte eigentlich hier bleiben.

Es ist sehr ländlich und sittlich hier. Alles grün und voller Kühe. Sehr familiär , freundlich die Menschen. Viele Kirchen,die am Sonntag gut besucht werden, bestimmen das Bild der Insel.

So, heute ist schon Samstag ,bin gestern nicht mehr zum Weiterschreiben gekommen. Die Sonne scheint wieder, kein Ofen mehr nötig. Viel Wind haben wir immer noch, sieht nicht so aus als ob wir wie geplant am Montag weiterkönnen.

Die Familie bei der wir gestern Abend Geburtstag gefeiert haben, hat hier eine Tauchbasis auf der Insel. 30sm entfernt von hier ist ein bekanntes Tauchgebiet. Eine der durch Vulkanismus entstandenen Inseln hat es nur bis knapp zur Wasseroberfläche geschafft . Für kaum mehr als einen Leuchtturm bietet die” Insel”keinen Platz. Die Unterwasserwelt drumherum ist um so spektakulärer. Wir haben einen Film angeschaut, den die beiden bei ihrer Arbeit gedreht haben. Hat uns schwer beeindruckt. Riesige Mondfische (3m im Durchmesser), riesige Fischschwärme, Wale und Delfine,

verschiedenste Qualen, Schwärme!!!!von bis zu 70 Mantas, sonderbare Fische aus der Tiefsee, die gelegentlich auch nach oben schwimmen, und am allerbeeindruckensten: Walhaie.

Die Tiere sind riesig..12m…haben weiße Punkte und sind begleitet von vielen kleinen gestreiften Pilotfischen. Wunderschön…also ich finde..Tauchen hat auch was…

Viele liebe Grüße von uns 4en…Santa-Maria

 

Santa Maria

Hallo Ihr Lieben,

das ging ja schneller als vorgesehen….auf unserer Tour nach Porto Santo haben wir uns kurzentschlossen umentschieden und sind direkt weiter zu den Azoren gesegelt. Das Wetter war nicht so ganz gut vorhergesagt, und vor Allem sollte die Welle nicht wie üblich aus Norden sondern aus Nordwesten (was ziemlich genau gegenan gewesen wäre )kommen. Da wir dann unterwegs feststellten, daß die Welle entgegen der Vorhersage wunderbar aus Norden wellte…sind wir losgesegelt. Lief auch super, in der dritten Nacht hatten wir ziemlich viel Wind (so um und bei 7), das wußten wir aber vorher, waren drauf eingestellt, haben rechtzeitig gerefft, und so sind wir wunderbar nach 4 Tagen (500sm) hier morgens eingelaufen. Die Insel Santa Maria ist ziemlich klein (90m²)(5000Einwohner) und sehr ruhig.Wir haben noch nicht viel gesehen, so schicke ich euch erst mal ein paar Bilder noch aus Madeira und von dem tollen botanischen Garten in Funchal. Auf unserer Überfahrt haben wir wieder tolle „neue“ Tiere beobachten können.Endlich, endlich ein fliegender Fisch!!!! Er lag morgens an Deck und schmeckte- nachdem wir ihn geknipst hatten- unserer Katze vorzüglich.Der tolle Riesenseestern vom Foto hing an Ennos Angel. Unterwegs fielen uns kleine weiße Pünktchen auf , die im Atlantik herumschwammen, mit dem Kescher eingefangen entpuppten sich die „weißen Punkte“ als 1-2 cm große Schwimmschnecken,die einemTintenfisch ähnlich große Mengen blauer Farbe absonderten. Sie haben einen schaumigen Schwimmkörper, die eigentliche Schnecke(sieht aus wie die kleinen Gartenschnecken bei uns,mit Häuschen) hängt darunter. Sie treiben über den Ozean und ernähren sich ( so erzählte mir eine Frau, die wir hier kennenlernten)von den kleinen Vellela-Vellelas (Quallen). Naja, daß muß ich unbedingt noch mal nachlesen, wenn ich mal wieder Internet habe. Hier im Hafen haben wir gestern auch ein dolles Tier gesehen…ein riesige (25cm) lange Schwimmschnecke.Habe ich ?ne ganze Zeit beobachten können…Schnecken sind ja nicht so wahnsinnig schnell….ohne Haus, braun mit großen Flügeln und konnte richtig schwimmen.(nicht nur treiben wie die Kleinen auf dem Atlantik meine ich). Hier auf den Azoren werden wir noch einige Zeit bleiben, bis wir dann Ende Mai/Anfang Juni wieder Richtung England weitersegeln. So und bevor ich mich jetzt noch lang und breit darüber auslasse wer von uns das wie findet, und wer lieber wohin segeln würde…. mach ich mal Schluß für heute…..

Viele liebe Grüße Katrin , Enno, Tiko und Britta

Madeira Madeirarundbrief

Agadir

Hallo Ihr Lieben zu Hause…., Da melden wir uns mal wieder von unserer Segeltour. Die letzte sehr spannende Etappe war unser Marokkoaufenthalt. Nach 3 Tagen und eisekalten Nächten auf dem Atlantik erreichten wir abends um 21 Uhr Agadir. Die Überfahrt war ziemlich problemlos. Wir konnten Agadir fast anliegen und hatten auch die ganze Zeit über genug Wind. Am letzten Tag hatten wir morgens sehr dichten Nebel. Das war, da wir kein Radar oder AIS an Bord haben etwas unheimlich. Schon einige Meilen vor der Afrikanischen Küste schlug uns superwarme schwüle Luft entgegen und Agadir empfing uns mit 35°C ! Agadir hat eine riesengroße Hafenanlage mit mehreren Fischerhäfen, Industriehäfen, und ganz am Ende in dem unendlichen Lichtermeer einen kleinen Yachthafen. War nicht so ganz einfach zu finden. Vom Wasser aus sind die richtungsweisenden Seezeichen zwischen den blinkenden Reklametafeln kaum auszumachen. Also ehrlich gesagt, ohne unsere elektronische Seekarte wäre es wohl schwer geworden…Obwohl es ja beim Einlaufen schon Abend war, mußten wir noch vollständig einklarieren. Vom Hafenmeister über Zollbeamte, diverse Polizisten…alle kamen an Bord und füllten endlose Formulare aus, und kontrollierten unsere Papiere. Sie waren sehr nett, trotzdem waren wir dann froh, als der Letze das Schiff verlassen hatte und wir endlich unsere müden Häupter in die Kojen betten konnten. In Agadir ist das Leben zwar für afrikanische Verhältnisse sehr europäisch, für uns war es aber dann doch recht fremd und gewöhnungsbedürftig. Einer unseren ersten Ausflüge hat uns in den Souk von Agadir geführt. Ein Souk, ich nehme an die meisten wissen das, ist ein arabischer Markt auf dem man von der Tomate, über Gewürze, lebendigen Hühnern, Gameboys und Altkeidern, arabischen Djellabas bis zu Möbeln eigentlich alles kaufen kann. Sogar ein Chamäleon wurde uns wortreich angeboten. Mit Garantie!!!(dem Allroundwerbespruch aller Händler im Souk). Es sollte nur 4 € kosten. Die Kinder hätten das niedliche Tier gerne gehabt, wir konnten sie mühsam mit Hinweis auf unser dauernd hungrige Bordkatze vom Erwerb desselben abhalten. Außerdem erwiesen sich unsere Befürchtungen, daß so ein Chamäleon sicher artgeschützt und schwer zu halten ist auch noch als richtig. Na, das hätte ja schöne Komplikationen gegeben. Eine weitere “Sehenswürdigkeit” in Agadir ist der Fischereihafen mit seiner Auktionshalle. Steht man früh genug am Morgen auf, kann man den Fischern beim Entladen ihrer Schiffe und dem anschließenden Verkauf in der Auktionshalle zuschauen. Unglaublich !! So viele Menschen, so viele Fische, der Geruch und der Lärm, es ist unbeschreiblich. Auf unserer “Autotour” durch Marokko gab es auch noch viel zu entdecken. Marokko haben wir entgegen unseren Erwartungen als sehr grün und blühend erlebt. Überall bunte Blumen, das fanden wir toll. Die Menschen waren überall damit beschäftigt das grüne Gras als Viehfutter abzuernten und in riesigen Haufen mal auf dem Kopf, mal auf dem Esel nach Hause zu transportieren. “Ennos abenteuerliche Exkursionsreisen” (die wundersamerweise bisher alle Mietwagen folgenlos überstanden haben) führten uns diese Mal auf unwegsamen Pisten in die Berge des Antiatlas. In einem abgelegenen Dorf wurden wir von der Dorfbevölkerung zu Kaffee und Keksen (Wiederstand zwecklos) sowie einer Besichtigung des Dorfes und der Dorfschule eingeladen. Trotz etwas erschwerter Kommunikation (unser Arabisch ist nicht so toll) hatten wir einen netten Nachmittag und durften ganz besondere Einblicke in das Alltagsleben der ganz normalen marokkanischen Bevölkerung genießen. Die Häuser in dem Dorf waren zum Teil über 1000 Jahre alt und man hatte ein bißchen das Gefühl ins Mittelalter versetzt worden zu sein. Inzwischen sind wir nun schon wieder eine Etappe weiter: Seit einer guten Woche ankern wir vor Madeira. Hier ist es doch schon wieder erheblich kühler..Unsere obligatorische Mietautotour haben wir hinter uns. Madeira gehörte schon immer zu meinen Wunschurlaubszielen und ich muß finden, daß es hier wirklich schön ist. Die Berge noch schroffer als auf den Kanaren, aber so wunderbar grün! Üppige Vegetation wie bei uns im Hochsommer. Und überall blühen die tollsten Blumen. Die Menschen hier haben ein sehr beeindruckendes Bewässerungssystem geschaffen. Die Levadas (offene Wasserrinnen) durchziehen die ganze Insel und man kann sehr schön daran entlang wandern. In den nächsten Tagen wollen wir noch mal nach Funchal in den Hafen verholen. Wir müssen Wasser bunkern und an den Strom. Leider ist vor ein paar Tagen unser Generator kaputtgegangen. Das schränkt unsere Möglichkeiten elektrische Geräte zu benutzen erheblich ein. Ich hoffe, daß wir in Funchal mal wieder die Möglichkeit ins Internet zu gehen haben werden, damit ich meine Reisemail abschicken kann. Hier in Carnical habe ich tatsächlich absolut und überhaupt keine Anbindung gehabt. Von Funchal aus segeln wir weiter nach Porto Santo und werden dort auf gutes Wetter für unsere Überfahrt zu den Azoren warten. Tja, was gibts sonst noch zu erzählen ? Eigentlich nichts…der Katze gehts wieder gut..Bein ist wieder heil, Ostereier sind alle gefunden und zum größten Teil schon wieder aufgefuttert… Hoffe bei Euch zu Hause ist auch alles gesund und munter… Viele liebe Grüße von uns allen Katrin

Agadir autos-marroko-eins Marokko

Fuerteventura

Salam Aleikum,

Ja, ja , man staune ,wir sind tatsächlich in Marokko angekommen… 2 Wochen waren wir noch auf Fuerteventura. Auch diese letzte Kanareninsel hat uns gut gefallen. Wunderschöne Strände , weißer Sand und türkisfarbenes Wasser sind die Hauptattraktion. Mit dem Auto unterwegs, lassen sich auch noch ein paar (fast) einsame Strände entdecken, und die spektakulärste, weil größte Höhle haben wir auch auf Fuerte gesehen. Meinen Geburtstag habe ich dann auf dem Weg nach Lanzarote auf dem Atlantik gefeiert. Bei sehr wenig Wind haben wir fast 4 Tage bis dort gebraucht, und waren dann froh in Arrecife anzukommen. Dort haben wir eine sehr nette Familie (Heimathafen Norderney) kennen gelernt. Tiko und Britta waren hocherfreut….ein Kind an Bord…..endlich mal wieder jemand zum Spielen. 2 Tage hatten die Kinder mit Marisol auf der Skateboardbahn und vorm PC ihren Spaß und auch wir Erwachsenen haben uns gefreut mal wieder mit anderen Menschen zusammenzukommen, dann stand der Wind günstig und wir haben uns schweren Herzens entschieden, die Reise nach Afrika anzutreten. Das man immer dann, wenn man gerade jemanden in sein Herz geschlossen hat, weiterziehen muß, fällt uns, und noch mehr den Kindern, nicht immer so ganz leicht. So viele nette Menschen sind uns oft viel zu flüchtig begegnet. Unsere Entscheidung jedenfalls hat sich als Richtig herausgestellt…wir hatten einen problemlosen Törn hierher nach Marokko und waren sogar einen halben Tag früher als berechnet hier in Agadir. Da war es gerade 9 Uhr am Abend. In den Nächten auf dem Atlantik haben wir ziemlich gefroren, und so einige Meilen vor der Küste empfing uns Afrika mit heißem Wüstenwind. Eine Hülle nach der nächsten fiel…trotzdem noch viel zu warm…wir waren entzückt. Das Einlaufen in den riesigen Hafen war nicht so ganz einfach…wir haben in dem bunten Lichtermeer ziemlich gesucht nach den richtigen uns den Weg weisenden Leuchtfeuern…alles war so schön bunt…. (wieder einmal) erwies sich die moderne Technik mit elektronischer Navigation als äußerst hilfreich. Das Einchecken ging problemlos vonstatten : einige Beamte (übrigens höchst höfliche) kamen an Bord , kontrollierten alle Papiere ,schrieben alles auf, machten Späßchen mit den Kindern und verschwanden wieder…und wurden bislang auch nicht wieder gesehen. Also wir waren höchst positiv überrascht, alles ganz unkompliziert. Ein bisschen umgesehen haben wir uns inzwischen auch. Das Leben in einem arabischen Land unterscheidet sich ja doch sehr von dem unseren, und so haben wir und vor allem die Kinder gestaunt beim Besuch des hiesigen Fischereihafens und im Souk ( Markt) . das aushandeln von angemessenen Preisen gelingt uns nicht immer wirklich gut. Aber einen Einkaufsroller mit Obst und Gemüse haben wir doch schon „erjagt“. Am liebsten würden wir noch ein Auto mieten und noch mal so richtig in 1000 und einer Nacht eintauchen…hier in Agadir ist es ziemlich modern ….mal sehen… Ansonsten geht es uns gut, wir grüßen euch alle herzlich und melden uns dann das nächste Mal wahrscheinlich von Madeira… Katrin, Enno, Britta und Tiko

Fuerteventura

La Palma

Hallo Omas und Opas, Martina,Hucki,die Kieler,Langwedeler,Bokeler und alle anderen die unsere Reise verfolgen…

Seit ca.2 Wochen weilen wir auf La Palma…  Wir hatten eine traumschöne Überfahrt hierher. Nachdem wir noch ein paar Tage vor El Hierros Costa de las Calmos (dem ruhigen Meer) geankert haben und bei der Gelegenheit noch mal einen leckeren Rochen gefangen haben….sind wir am Abend nach La Palma gestartet.

Wir hatten schönen Wind, einen wunderschönen Sonnenuntergang,einen ebenso spektakulären Sonnenaufgang und haben mal wieder für uns neue Tiere beobachten können. Das ganze Meer war voller Portugiesischer Galeeren. Haben wir bisher nur auf Photos gesehen. Ganz kleine Exemplare von wenigen Zentimetern Länge, genauso wie größere von 20 cm . Aufs Baden haben wir an dem Vormittag jedenfalls verzichtet.

Zur Zeit ist ja Karneval. Er wird hier auf den Kanaren auch sehr ausufernd  gefeiert. Eine besonders sonderbare Sitte kann man hier an Rosenmontag beobachten : Alle Karnevalisten bewerfen sich gegenseitig mit großen Mengen von Babypuder! Sie feiern damit die Rückkehr der ausgewanderten und zurückkehrenden Verwandten .Diese bestreuen als Zeichen ihres Wohlstandes ihre Verwandtschaft mit Lebensmitteln…Mehl..heute ersetzt durch Babypuder..

Tja, was gibt es sonst noch zu berichten ? Auch La Palma ist natürlich landschaftlich wunderschön. Toll zum Wandern .Wir haben bislang hier kein Auto gemietet, sondern waren mit dem Bus unterwegs.

Die Kinder fahren hier im Hafen viel Inliner, Tiko hat sich ein Skateboard gekauft, und ist am üben…Britta hat sich selbständig gemacht und einen kleinen Schmuckladen eröffnet.Letzten Sonntag hat sie tatsächlich fast 6 € eingenommen.Die Kinder haben erfreuliche Noten geschrieben. Britta eine echte 1 in Mathe und Tiko eine 2+ in Deutsch. Das haben sie ja wohl gut gemacht !?!?

Der Katze geht es gut, ich wundere mich über ihren eigenwilligen Geschmack: Katzenfutter findet sie nicht so gut, stattdessen liebt sie Brot und Kartoffeln und Süßigkeiten.. 

Unser nächstes Ziel wird wahrscheinlich (auf dem Weg nach Marokko)

Fuerteventura sein. Wir warten auf passenden Wind…

Viele liebe Grüße    Katrin Enno Tiko und Britta

 La-Palma-200209

El Hierro

Hallo Ihr Schneemänner und Schneefrauen,

Wir hoffen euch geht es allen gut ?Wir schreiben noch mal kurz von El Hierro, bevor wir weiterziehen….

Auch El Hierro hat uns sehr gut gefallen. Wir liegen hier in La Restinga in einem kleinen Fischerhafen. Außer uns liegen meistens nur eine oder 2 weitere Yachten hier im Hafen,sonst nur kleine Fischerboote. Es ist herrlich ruhig und verschlafen, die Touristen kommen wohl hauptsächlich im Sommer. Der Hafen ist so sauber, das wir direkt vom Boot aus ins Wasser hüpfen können.

Die letzten Tage hatten wir mal wieder ein Mietauto und sind über die Berge gedüst.

Die Insel ist landschaftlich ausgesprochen abwechslungsreich. Vorherrschend sind ausgedehnte Lavafelder in unterschiedlichsten Farben. Meistens schwarz, rot oder gelb.Die Lava erstarrt in tollen Formationen und sieht oft aus wie riesige Kuhfladen .Britta und Tiko waren vor allem von den prima Höhlen angetan. Manche sind so riesig, daßwir ohne Taschenlampe gar nicht bis zum Ende gehen konnten. Manche so klein, dasgerade eine Britta reinpasste.

Weiter oben in den Bergen gibt es große Kiefernwälder. Die meisten haben wohl schon einen Waldbrand hinter sich, scheinen sich davon aber zu erholen. Die Wälder sehen anschließen sonderbar “aufgeräumt” aus: kein Unterholz mehr vorhanden.

Im Norden gibt es ein riesiges Hochplateau, schön grün, wie in Irland, Milchkühe und Felder, sogar mit Getreideanbau.

Gestern abend war uns doch tatsächlich das Angelglück mal wieder hold. Enno saß gemütlich bei Zeitung und Petroleumlampe in der Kuchenbude (ich schon im Schlafgewand und halb im Bett ), da klingelt plötzlich die unerlaubterweise im Hafenbecken ausgebrachte Angel….und was glaubt ihr was mal wieder dran war ? Richtig, ein Rochen, jetzt mal in richtiger Größe…so etwa 1m Durchmesser und ca. 20 Kilo schwer. Noch in der Nacht hat Enno das Biest in seine Einzelteile zerlegt, und nach Rückversicherung bei chefkoch.de (die Zubereitung betreffend), landeten die Rochenflügel heute in der Pfanne und schmeckten uns allen vorzüglich. Naja, fast allen,die Kinder sind immer nicht so begeistert wenn es Fisch gibt.

Demnächst wollen wir weiter,erst mal noch im Süden der Insel im sogenannten” mare de las calmas” ein paar Tage ankern und noch mal Jagt auf Fische machen…dann weiter nach La Palma. Im Frühjahr so unsere aktuellen Reisepläne soll es weitergehen über Madeira, die Azoren nach England und zurück.

Viele liebe Grüße

Katrin, Enno, Tiko und Britta

 

 Foto-El-Hierro

Gomera

Hallo ihr Lieben zu Hause im kalten Deutschland,

ich melde mich mal wieder mit ein paar Fotos aus Gomera. Seit Anfang Januar sind wir hier in San Sebastian im Hafen. Wir hatten eine Menge Besuch, und so war ein fester Hafen am praktischsten. Wir haben mal wieder ein Auto gemietet, und ganz tolle Wanderungen über diese wunderschöne Insel unternommen. Gomera ist wirklich unglaublich schön, und hat erheblich mehr zu bieten als trommelnde Hippies vorm Sonnenuntergang. Obwohl,..auch die fand ich toll. Oben in den Bergen gibt es einen Nationalpark .Der dortige Nebelwald ist eine grüne Explosion .Überall hängen Flechten in langen Bärten von den Bäumen , es ist feucht und kalt. Lea meinte sie würde sich nicht wundern, wenn gleich eine Fee um die Ecke flöge. Von dort oben sind wir steile Berghänge herabgewandert, durch Täler in denen wir uns fühlten wie in Bali, inklusive Wasserfällen und ersten Frühlingsboten , den blühenden Mandelbäumen. Hier in San Sebastian haben wir einen sehr schönen Blick auf Tenneriffa mit dem Teide. Sieht jeden Tag anders aus. Die Medien berichten , dass die Kanaren diesen Winter Kälte wie seit 20 Jahren nicht mehr gehabt erleben. Aber ehrlich gesagt es ist meistens trotzdem schön warm. Wenn die Sonne scheint kann man eigentlich immer baden . Lea hat unserer Katze endlich einen Namen gegeben: Lola Lolita. Die 2 Wochen mit Dieter haben die Kinder sehr genossen. Auch ihm hat Gomera gut gefallen. Er hatte eine sehr spanische Pension. Bei Viktor war es günstig, aber leider waren die Wände sehr dünn, so dass wir morgens immer Berichte über die nächtlichen Aktivitäten der Mitbewohner zum Frühstück serviert bekamen. In den letzten Tagen feierte hier der Ort seinen Stadtheiligen. Mit tollen Umzügen in traditioneller Bekleidung, mit Wagen ähnlich wie beim Fasching im Rheinland. Nur wurden statt „Kamelle“ Wein, Bier und Brot und Schaschlik unter den Zuschauern verteilt. Die Spanier feiern laut und lange bis in den Morgen hinein. Morgen fliegen Dieter und Felix nach Hause zurück, ( Felix hat ein Vorstellungsgespräch in Kiel) und wir werden uns auf den Weg nach El Hiero machen. Wir freuen uns endlich mal wieder zu segeln, dafür sind wir schließlich hier. Viele liebe Grüße sendet euch Katrin

Reisefoto-0109

Arrecife

Hallo Ihr Lieben,

 

Da bin ich mal wieder mit Berichten von der SY Christine. Seit einer guten Woche sind wir wieder in der Zivilisation. Wir liegen vor Arrecife ,der Hauptstadt von Lanzarote, vor Anker und genießen die Vorzüge des Stadtlebens. Ich habe erst mal einige Weihnachtseinkäufe erledigt, im Cafe gesessen und Cafe solo getrunken. 2 spanische Handykarten eingekauft, so dass wir jetzt auch ohne uns finanziell zu ruinieren miteinander telefonieren können (ihr denkt jetzt bestimmt,wozu das nützlich sein soll? z. B. wenn einer mal alleine unterwegs ist, kann er an Bord anrufen um sich mit dem Beiboot wieder abholen zu lassen und muß nicht 2 Stunden auf der Hafenmauer winkend, schreiend, frierend stehen, um sich dann verzweifelt ein fremdes Beiboot zu „kapern“ ,um dann auch noch festzustellen, dass die 2 an Bord gebliebenen (die den Auftrag hatten uns zu einer bestimmten Uhrzeit abzuholen) vergnügt vorm Computer die Zeit vergessen haben.(wirklich passiert, ist aber schon lange her und klappt inzwischen besser)

Na, und außerdem haben wir uns auch wieder ein Auto zu Inselerforschungszwecken und zum Einkaufen von Lebensmitteln gemietet. Enno hat schon gejammert, dass er sich wie auf einer Einkaufsreise fühlt. Das Essenherbeischaffen ist in der Tat ein aufwändiges Geschäft.

Hier auf Lanzarote hat erst vor ca.200 Jahren der letzte Vulkanausbruch stattgefunden. Ein ganzes Tal mit mehreren Dörfern wurde vom Lavastrom begraben! Die Landschaft dort sieht aus wie auf dem Mond.  Dort gibt es noch Stellen, die so heiß sind dass man über einem Erdloch grillen kann.

Außerdem haben wir einen schönen Kaktusgarten besichtigt und eine unterirdische Höhle, in der in einem See eine nur dort vorkommende, weiße und blinde Krebsart lebt. Lanzarote hat uns gut gefallen, in den nächsten Tagen starten wir nach Fuerteventura.

Unsere Bemühungen eine ordentliche Internetverbindung an Bord herzustellen, dauern an, und scheinen so langsam Früchte zu tragen. Wir haben einen englischen Segler kennen gelernt ,der uns noch mal mit guten Tipps und Ideen versorgt hat, und jetzt haben wir erste Erfolge zu verzeichnen! (an Martin: schreibe dir demnächst mal einen ausführlichen Bericht!)

Die Schule der Kinder hat sich inzwischen ganz gut eingespielt. Tiko hat auch eine 1 (in Mathe) geschrieben und freut sich sehr.

Viele liebe Grüße von uns allen….

 Lanzarote-verkleinert

 

mit viel Wind nach Graciosa

Hallo Ihr zu Hause…

Da sind wir wieder mit aktuellen Reisenews:Wir sind im Moment in einem kleinen Hafen auf Graciosa (neben Lanzarote).Hier ist es billig (8 €) ,dafür gibt es aber auch keinen Strom. Unsere Überfahrt hierher war sehr stürmisch. Mal wieder hat das Wetter sich ganz anders entwickelt als die Meteorologen es prophezeit hatten. Das zwar vorhergesagte Tief entwickelte sich zu einem Sturmtief und wir hatten mal wieder 2 Tage richtig Wind. Die 8 Windstärken( in Böen auch gerne mal mehr) türmten den Atlantik zu Wellenbergen von bis zu 10 Metern auf. In den Wellenbergen hätte man locker ein Einfamilienhaus untergebracht. Die Dinger haben uns alle schwer beeindruckt. Ab und zu kam auch mal ein Brecher zu Besuch ins Cockpit. Tagsüber war das Wetter ein echtes Schauspiel, nachts fanden wir es ziemlich anstrengend. Unsere Selbststeueranlage gibt unter solchen Bedingungen auf, wir müssen rund um die Uhr selbst steuern und in stockdunkler Nacht geht einem leicht die Orientierung verloren. Der Kompass schwankt dann furchtbar, und am leichtesten steuert es sich nach den Sternen, aber die sieht man in solchen Sturmnächten meistens auch nicht. Wir sind dann vor dem Sturm unter Top und Takel abgelaufen (mit 5 – 7 Knoten), und nach 2 Tagen waren wir so weit von unserem Kurs abgekommen, schon auf halbem Weg zu den Kanaren, und so haben wir uns entschlossen Madeira aus zu lassen und direkt Kurs auf Lanzarote zu nehmen.Wenn es mal gerade nicht stürmt, und wir segeln nachts, sitzen Tiko und Britta abends mit mir im Cockpit und wir gucken Sterne. Der Sternenhimmel ist auf See ohne störendes Streulicht oft besonders hübsch,und wir haben schon viele Sternschnuppen gesehen.Auf unserer letzten Fahrt ist Enno eine Schildkröte begegnet und gleich danach fliegende Fische. Ich habe zu der Zeit leider geschlafen, darum gibt’s davon kein Foto.

Britta hat in Deutsch 2 Einsen geschrieben, da ist sie sehr stolz drauf und wir haben uns alle mit ihr gefreut. Von Tikos Klassenarbeiten haben wir noch kein Ergebnis ,

hoffentlich sind sie nicht auf dem Postweg verloren gegangen.Über die Winterzeit werden wir hier auf den Kanaren bleiben. Das Wetter ist hier im Moment sehr „schlecht“ (heißt: es regnet gelegentlich und wir haben viel Wind)

Hier im Hafen geht es sehr familiär zu. Er ist sehr klein, alle kennen sich gegenseitig und liegen zum Teil schon lange hier. Vorgestern waren wir von einem australischen Ehepaar eingeladen. Die anderen Gäste kamen aus UK(niemand sagt hier England) , München, Belgien. Das war sehr interessant. Mich hat erstaunt zu erfahren wie unterschiedlich die Beweggründe eine Weltreise zu unternehmen sein können. So für heute erst mal Schluß mit erzählen….das Internetcafe schließt gleich, und ich muß mich beeilen dort noch rechtzeitig hinzu kommen.

Viele liebe Grüße    Katrin, Enno, Tiko , Britta, Felix

fotogalerie-29.10

 

Algarve mit dem Auto

Hallo ihr Lieben,

die letzten Tage hatten wir ein kleines Auto gemietet und haben uns die Algarve noch mal genau angesehen. Um diese Jahreszeit ist alles unglaublich trocken, und überall sieht man die schwarzen Überbleibsel der vergangenen Waldbrände. Ganze Bergregionen sind abgebrannt, die verlassenen Bauernhöfe stehen vielerorten zum Verkauf. Zur Zeit ist das Wetter toll hier, aber man kann zur Mittagszeit einen Eindruck davon gewinnen wie unglaublich heiß es hier im Sommer sein muß. Da wundert man sich daß Landwirtschaft überhaupt möglich ist. Auf den Feldern werden hauptsächlich Orangen angebaut. Wir haben aber auch schon Feigen, Granatäpfel, Mandeln und Maronen vom Baum gepflückt! Das fanden wir sehr lecker !!!!

Neben unseren Ausflügen, haben wir das Auto auch für einen Großeinkauf genutzt. Einmal randvoll bis unters Dach, und danach 5 mal mit dem Beiboot hin und her. Hier gab es zum Glück Lidl und Aldi, so daß sich die Kosten in Grenzen hielten und wir endlich wieder Schwarzbrot essen können,(glückes geschick tirili) Heute sind wir noch mal in Portimao in den Hafen gegangen um Strom und Wasser zu bunkern,morgen früh werden wir ablegen nach Madeira. Das sind so ungefähr 500sm und wir rechnen damit so etwa 5 Tage unterwegs zu sein. Wenn wir dort sind, melden wir uns wieder.

Viele liebe Grüße von uns allen aus dem schönen Portugal

Katri, Enno, Tiko, Britta und Felix

 14.10.08-A